TT-Intercup: Unsere Amateure verabschieden sich mit einer 0:4-Niederlage in Sarajevo aus dem Bewerb 2015/16

Sarajevo 3Am Freitag, dem 5. Februar 2016, machten sich Andreas Blöschl, Maximilian Frick und Peter Raidl auf den Weg zum Flughafen Wien-Schwechat. Mit einer Fokker-100 der Austrian Airlines gings dann in rund 50 Minuten nach Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Dort stand am Samstag das TT-Intercup-Spiel gegen Aladza Sarajevo auf dem Programm. Das routinierte Team der Bosnier landete in den letzten Jahren in der obersten Liga des Landes stets auf Rang 2 – demnach waren unsere Amateure klarer Außenseiter. Und so verlief dann auch das Spiel. Auch wenn Max Frick im Eröffnungseinzel den Bosnier Edin Kantardzic vor allem mit seinem Aufschlag lange Zeit ärgern konnte und auch letztendlich für den einzigen Satzgewinn des Spiels sorgte. Andreas Blöschl verlor gegen Amer Muftic dann ebenso in drei Sätzen wie Peter Raidl gegen Feda Jasarevic. Auch im Doppel waren Andi und Max chancenlos, sodass nach rund eineinhalb Stunden der 0:4-Endstand feststand. Damit ist der TT-Intercup 2015/16 für unsere Amateure zu Ende. – Nach dem Spiel gab es noch ein (sehr kurzes) Bankett in der ältesten industriellen Anlage von Bosnien-Herzegowina, der 1864 gegründeten Brauerei Sarajevsko. Nach einem kleinen Abendessen und ein beziehungsweise zwei Glas Bier löste sich das Bankett schon nach rund einer Stunde wieder auf. Insgesamt waren die Bosnier aber recht nette Gastgeber. Die Transfers vom und zum Flughafen klappten vorzüglich, das von uns ausgewählte Hotel hatte eine optimale Lage – zentrumsnah und nur wenige Schritte von der Halle Skenderija entfernt. Diese Halle wurde 1969 errichtet und war Austragungsort der TT-Weltmeisterschafen 1973 und der Jugend-Europameisterschaften 2006. Der Standard der Halle wurde allerdings seither wohl nicht mehr verändert und hatte den berühmt-berüchtigten Ostblock-Charme.

Abendessen 1Für unser Team blieb aber auch noch genügend Zeit, um sich ein wenig in Sarajevo umzusehen. Am Samstag stimmte auch das Wetter, es war kalt, aber sonnig, am Sonntag war es sehr neblig, sodass wir lange Zeit um einen pünktlichen Rückflug zittern mussten. Sarajevo erwies sich bei den Besichtigungen als leider immer noch an den Folgen des Bosnien-Krieges 1992 – 1995 leidende Stadt mit rund 290 000 Einwohnern und einer sehr netten Altstadt Bascarsija. Die Preise sind sehr moderat. Wir besichtigten ein etwas enttäuschendes Museum, das an das Attentat an Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie erinnert (28.6.1914), das zum Ausbruch des 1. Weltkriegs beitrug, sowie ein sehr interessantes und vor allem sehr bedrückendes Museum, das den Bosnien-Krieg und das Massaker von Srebrenica zum Thema hatte. Und dazu fanden unsere Feinschmecker in der Altstadt auch ein sehr nettes Restaurant, in dem sie sich hervorragende Speisen und köstliche bosnische Weine schmecken ließen. Insgesamt war der Ausflug nach Sarajevo trotz der sportlichen Pleite eine sehr nette Reise…