TT-Intercup * Elite-League * Viertelfinale. So schwierig die Terminverhandlungen und Vorbereitungen waren, so problemlos verlief dann alles am Spieltag. ASD Tennistavolo Norbello kam gut in Wien an – die Flüge von Cagliari via Rom nach Wien waren pünktlich – und wurden von Peter Raidl im Europahaus willkommen geheißen. Zum Spiel wurden sie dann von Chris Kautsky in die Halle gebracht, die in der Zwischenzeit von unserer Mannschaft europacuptauglich vorbereitet wurde. Schon beim Einspielen bestätigte sich, dass die Italiener mit zwei überaus starken Spielern und ihrem Vereinsboss angereist waren. Das sollte eine interessante Partie werden, mit leichten Vorteilen für Norbello – auch in Anbetracht dessen, dass sie ja quasi zu zweit spielten. Und es wurde sogar eine hochinteressante und hochklassige Partie, die die Zuschauer nicht nur einmal zu Begeisterungsstürmen hinriss. Um 18:00 hielt dann unser Italienisch-Spezialist Chris Kautsky die zweisprachige Eröffnungsrede und stellte die beiden Mannschaften vor, dann ging es los.
Anton Kutis startete gegen Lorenzo Ragni fulminant, dann ging ihm gegen den überaus sicheren und spektakulär, auch immer wieder mal mit der linken Hand spielenden Italiener die Luft aus. Nach gefühlten 10000 Topspins unseres Routiniers setzte sich der junge Italiener in vier Sätzen durch (13,-8,-9,-8) und beendete die Partie mit einem unglaublichen Angriffsblock mit der linken Hand. Ein ähnliches Bild gab es im zweiten Spiel: Norbert Rapolt startete ebenso fulminant, gewann die beiden ersten Sätze, dann wurde der routinierte Catalin Daniel Negrila immer sicherer und setzte sich noch in fünf Sätzen durch (2,10,-6,-6,-3). Das Spiel von David Klaus gegen den Manager der Gäste, Simone Carrucciu, war nach wenigen Sekunden vorbei, beim Stande von 3:1 für David gab der Italiener wie schon vor dem Spiel angekündigt kampflos ab. Für die Sensation fehlten damit – die zweite w.o.-Partie bereits berücksichtigt – aber noch immer zwei Siege. Und den ersten holten David Klaus und Norbert Rapolt in einem überaus spektakulären Doppel. Im 5. Satz lag unsere Paarung noch 5:8 zurück, schaffte aber noch die Wende und sorgte mit einem 11:8 für den vielumjubelten Ausgleich. Doch es gab keine Zeit zum Verschnaufen, der nächste Höhepunkt folgte sogleich. Anton Kutis gewann gegen Negrila den 1. Satz noch nach einem 4:10-Rückstand, drehte auch im 2. Satz einen 7:10-Rückstand und ließ sich im 3. Satz das Spiel nicht mehr nehmen (12,10,7) – mit diesem Sieg zum 3:2 standen wir praktisch schon als Sieger fest. In einem guten, aber ein wenig zu hektischen Spiel verlor dann David Klaus noch gegen Lorenzo Ragni noch 1:3 (-5,-10,11,-7), als dann aber Simone Carrucciu gegen Norbert Rapolt tatsächlich nicht mehr antrat, stand unser 4:3-Sieg und damit der Aufstieg ins Halbfinale fest.
Bei einem wunderbaren Chili con Carne, zubereitet von unserer Herta Vodnyanszky, und einer köstlichen Schokoladetorte unserer Claudia Huyer saßen wir noch lange beisammen, leider war mit den an für sich sehr netten Italienern aber kaum eine Unterhaltung möglich, zu groß waren da die Sprachbarrieren. In Kürze sollte auch unser Semifinalgegner feststehen, wir werden selbstverständlich zeitnah darüber berichten.