Die ersten beiden Heimspiele der neuen Saison brachten wieder spannende Spiele auf die Schmelz. Nach einem Sieg am Samstag gegen Guntramsdorf, gab es am Sonntag ein hart umkämpftes Unentschieden gegen die Spielgemeinschaft Gumpoldskirchen/Mödling.
Vater der Erfolge war erneut Anton Kutis, der an beiden Tagen ungeschlagen geblieben ist. Der rekonvaleszente Norbert Rapolt konnte am Samstag überraschen, als er gegen Padera überraschend deutlich den Sieg fixieren konnte. Am Sonntag blieb er ein wenig glück- und sieglos. Narayan Kapolnek blieb am Samstag ein wenig hinter den Erwartungen zurück, konnte sich am Sonntag steigern und scheiterte nur knapp an Pichler und Kraus-Güntner.
So gab es am Samstag einen 6:3-Sieg gegen Guntramsdorf (Anton 3/0, Norbert 2/1, Narayan 1/2). Am Sonntag verlor unsere Mannschaft drei Einzel in fünf Sätzen. Das abschließende Doppel brachte Gumpoldskirchen beim Stand von 2:2 und 10:7 drei Matchbälle auf den Sieg. Unser Doppel Anton/Narayan behielt die Nerven und konnte dieses Spiel noch gewinnen. So stand nach drei Stunden Spielzeit das Untentschieden fest.
Der erste Durchgang der ÖTTV-Nachwuchs-Superliga 2015/16 wurde am 03. und 04. Oktober 2015 in Kapfenberg in der Steiermark ausgetragen. Wir waren mit insgesamt fünf Nachwuchshoffnungen am Start, betreut wurde unsere Truppe von Roland Wukovits und Peter Weiner. In der Gruppe 1 bewies Narayan Kapolnek wieder seine kontinuierliche Leistungssteigerung. In der Vorrunde musste er sich nur Andreas Levenko geschlagen geben, auch gegen Christian Friedrich gab es einen klaren Sieg. Die Finalrunde begann Narayan mit einem Sieg über David Klaus, dann gab es eine hauchdünne 3:4-Niederlage gegen Thomas Grininger, ehe es im zweiten Spiel gegen Christian Friedrich eine relativ deutliche Niederlage gab. Damit belegte Narayan Kapolnek in der Gruppe 1 den sehr guten 4. Platz.
In der Gruppe 2 war Chen Rui nach seinem einjährigen Aufenthalt in China erstmals wieder am Start. Am Samstag lief es noch nicht ganz nach Wunsch, mit zwei Niederlagen belegte er in der Vorrunde den 2. Platz. In der Finalrunde startete Rui mit einem 4:1-Sieg gegen Oliver Kolbert, danach bewies er Kampfkraft und Nervenstärke, als er Georg Awad im 7. Satz 11:9 niederringen konnte. Im Endspiel gab es dann einen 4:1-Sieg gegen Thomas Ziller – damit Rang 1 für Chen Rui. Herzliche Gratulation! – Damit haben wir in der 2. ÖTTV-Nachwuchs-Superliga erstmals mit Narayan Kapolnek und Chen Rui zwei Starter in der Gruppe 1.
In der Gruppe 5 bewies auch Otto Graf seine nach oben zeigende Formkurve, erstmals in dieser Gruppe am Start, belegte er Rang 5. Am Samstag gab es eine unglaublich spannende und ausgeglichene Vorrundengruppe, in der fünf Spieler ein Verhältnis von 3:3 aufwiesen. Otto Graf stieg als insgesamt Vierter der Vorrunde ins Obere Play-Off auf und belegte dort nach einer Niederlage und zwei Siegen noch den 5. Gesamtrang. In der Gruppe 7 belegte Andreas Holzinger mit insgesamt zwei Siegen bei sieben Niederlagen den 12. Platz (von 14 Teilnehmern). – In der Einstiegsgruppe U21 verfehlte Fabian Garmroudi sein großes Ziel, den Aufstieg, trotz guter Leistungen knapp. Die Konkurrenz war aber auch wirklich stark. Insgesamt also ein durchaus positives Wochenende für unseren Nachwuchs.
Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt beim Opening in Stockerau ging es in der Eröffnungsrunde nach Oberndorf. Der Absteiger aus der 1. Bundesliga hat sich mit Tomasz Wisniewski verstärkt, der mit Thomas Daxböck und Clemens Gal die heurige Saison für Oberndorf bestreiten wird.
Im Eröffnungseinzel hat Anton mit Gal mehr Mühe als erwartet. Ein Blitzstart in den fünften Satz (6:0) ließ aber in diesem kaum mehr Spannung aufkommen. Am Nebentisch hatte ein nicht fitter Norbert keine Chance gegen Wisniewski.
Im Spiel der beiden Nachwuchsspieler folgte überraschend deutlicher Sieg von Narayan gegen Daxböck, der nie in dieses Spiel gefunden hat.
Im Topspiel des Tages begann Anton hellwach und spielfreudig. Nach gewonnenem ersten Satz sah es auch in den nächsten beiden Sätzen sehr gut für Anton aus. Doch Anton gelang es nicht, eine 9:6 (Satz 2) und eine 9:7-Führung (Satz 3) in Satzgewinne umzuwandeln. Im vierten Satz hatte dominierte wieder Anton Rückhand. So musste Anton auch im zweiten Spiel in einen Entscheidungssatz. In diesem Satz gelang es Wisniewski wieder, das Spiel in die Vorhanddiagonale zu verschieben. In dieser hatte der Oberndorfer seine Vorteile und konnte den 5. Satz deutlich für sich entscheiden.
Beim Stand von 2:2 folgten zwei Spiele, die für den Verlauf der weiteren Partie von entscheidender Bedeutung sein sollten. Norbert trat gegen Daxböck an – am Nebentisch spielte Narayan gegen Gal. Norbert gelang es mit Fortdauer der Partie das Spiel in die Rückhand seines Gegners zu verlegen. Nach gewonnenem dritten Satz war das Glück am Ende des vierten Satzes nicht auf seiner Seite. Daxböck wirkte in dieser Phase schon etwas verunsichert – ein 5. Satz wäre sicher interessant geworden.
Am Nebentisch hatte Narayan mit dem Spiel von Gal seine liebe Not. Vor allem bei Service Gal war Narayan sehr unter Druck – die Schlagauswahl wenig zwingend. Gal konnte aus „besserer“ Spieler aber das Spiel nicht beenden. Narayan kämpfte sich in den fünften Satz. Auch in diesem wurde es nach großem Rückstand (1:6) noch einmal spannend (7:7). Gal konnte sich dann doch noch durchsetzen und Oberndorf mit 4:2 in Führung bringen.
Anton hatte danach gegen Daxböck mehr Mühe als ihm lieb war. Besonders mit Daxböcks Service kam Anton zu Beginn nicht zurecht. Daxböck konnte 1:0 und 9:5 in Führung gehen. Anton gelang es noch, den zweiten Satz zu gewinnen. Danach konnte Daxböck nicht mehr viel entgegen halten – Anton verkürzte auf 3:4.
Narayan hatte am Nebentisch gegen Wisniewski nicht den Funken einer Chance.
So kam es zum letzten Einzel des Tages: Norbert gegen Gal. Wegen der gesundheitlichen Probleme von Norbert ging Gal als großer Favorit in dieses Spiel. Dennoch verlief das Spiel über weite Strecken unerwartet. Norbert konnte mit seiner Rückhand dominieren. Er gewann den ersten Satz und ging auch im zweiten Satz mit 9:6 in Führung. Gal kämpfte sich zurück und stellte den Satzausgleich her. Der dritte Satz ging in die Verlängerung – Norbert setzte sich mit 14:12 durch.
Das Spiel setzte sich auch im vierten Satz unverändert fort – wieder ging es ins Nachspiel. Norbert hatte vier Matchbälle, um ein entscheidendes Doppel herbei zu führen. Nachdem er keinen nutzen konnte, konnte Gal seinen dritten Satzball zum Satzausgleich nutzen. Erst im fünften Satz gelang es Gal, das Spiel an sich zu reißen und den Satz deutlich für sich zu entscheiden.
Nach dieser eher unglücklichen 3:6 Niederlage freuen wir uns aber schon auf die ersten Heimspiele in zwei Wochen. Am 10. Oktober geht es gegen Guntramsdorf, am Sonntag, den 11. Oktober gegen Gumpoldskirchen. Spannende Spiele sind garantiert – wir würden uns über viele Zuschauer freuen.
Besser hätte es für uns in Stockerau nicht laufen können. Schon nach den Samstag-Spielen steht fest, dass wir als Tabellenzweiter hinter dem haushohen Favoriten Wiener Neudorf in die Bundesliga-Saison 2015/16 gehen. Nachdem wir im Vorjahr das Saison-Opening eher unglücklich gestalteten, war diesmal Göttin Fortuna auf unserer Seite. Nicht nur, dass wir alle vier Spiele auf Tisch 1 – dem Fernsehtisch – absolvieren durften, war die Auslosung diesmal sicher kein Nachteil für uns. Da tut man sich natürlich noch leichter, das System der viel zu vielen Bonuspunkte zu kritisieren – die Wertigkeit stimmt einfach nicht, das Bundesliga-Eröffnungsturnier ist eine regelrechte Lotterie. Wir starteten am Sanstag um 8:45 Uhr mit einem 3:0-Sieg gegen den Neuling SPG Feldkirchen-Puch aus der Steiermark. Narayan Kapolnek bestritt das Eröffnungsspiel gegen den starken Slowenen Gregor Zafostnik und setzte sich nach gutem Spiel in vier Sätzen durch. Anton Kutis (4,3,3, gegen Alexander Nöst) und Norbert Rapolt (4,5,6 gegen Tobias Scherer) waren in ihren Spielen völlig ungefährdet. Zweieinhalb Stunden später stand unser Team schon wieder an der Platte, der Gegner hieß TTC Raiffeisen Kuchl. Hier durfte ein enges Spiel erwartet werden, und das wurde es auch. Die Tennengauer reisten ohne Emil Gyuris an, das erhöhte natürlich unsere Chancen. Wieder eröffnete Narayan Kapolnek gegen den Legionär, der Gegner war der Routinier Attila Halmai. Nach spannendem und phasenweise sehr gutem Spiel gewann Narayan in fünf hart umkämpften Sätzen (5,-7,6,-8,12). Anton Kutis sorgte dann gegen Lukas Seidl bereits für die Vorentscheidung. Er gewann mit all seiner Routine gegen den ungestüm angreifenden Seidl knapp in vier Sätzen (7,-9,11,11). Norbert Rapolt hatte gegen den U15-Nationalspieler Tom Ziller anfangs seine Probleme, mit dem sehr knappen Gewinn der beiden ersten Sätze war der Widerstand gebrochen (10,14,2). Mit diesem 3:0-Sieg hatten wir bereits die Spiele um die Plätze 9 – 16 erreicht. Da aus der 2. Bundesliga-A außer uns nur noch Wiener Neudorf das Achtelfinale erreichte, stand bereits jetzt fest, dass wir mit mindestens 10 Bonuspunkten in die Saison starten würden.
Außerdem hatten wir die Ehre, im Achtelfinale gegen den Champions-League-Vertreter SG Weinviertel Niederösterreich spielen zu dürfen. Die Stars spielten auch fast immer hochkonzentriert und ließen uns kaum eine Chance. Narayan Kapolnek war gegen Hou Yingchao (-8,-1,-6) ebenso chancenlos wie anschließend Norbert Rapolt gegen das Geburtstagskind Stefan Fegerl (-2,-5,-3). Nur Anton Kutis konnte dann Dominik Habesohn ein wenig fordern und sorgte zumindest für einen Satzgewinn (-7,9,-5,-8). Nach diesem zu erwartenden 0:3 ging es abends noch gegen die Turnerschaft Innsbruck, auch hier gab es eine 0:3-Niederlage (Kapolnek – Leitgeb -2,7,-9,-10; Kutis – Gardos -9,-4,-11; Rapolt – Maier -4,-7,-6). Da am Nebentisch Wiener Neudorf gegen die SG Mistelbach-Asparn 3:1 gewinnen konnte, stand endgültig fest, dass wir als Zweiter mit 10 Bonuspunkten hinter Wiener Neudorf (11) in die Saison starten. Die beiden morgigen Spiele sind für uns völlig bedeutungslos und nur noch als Trainingseinheit anzusehen. Wir freuen uns natürlich über das gute Ergebnis, sehen dieses Eröffnungsturnier aber dennoch sehr zwiespältig und hoffen für die Zukunft auf Verbesserungen des Spiel- und Punktesystems.
Am kommenden Wochenende startet die Bundesliga-Saison 2015/16 mit dem Opening beziehungsweise Österreichischen Tischtennis-Cup in Stockerau (Alte Au). Hier geht es wieder um (zu) viele Bonuspunkte für die kommende Saison und wir werden alles daran setzen, um heuer besser als im Vorjahr in die Saison zu starten. Wir werden mit Anton Kutis, Norbert Rapolt und Narayan Kapolnek antreten und beginnen am Samstag schon um 8:45 Uhr gegen die Spielgemeinschaft Feldkirchen-Puch. Gegen den steirischen Bundesliga-Neuling sind wir Favorit. Ohne die Gegner unterschätzen zu wollen, sollten wir dieses Spiel gewinnen. Dann würde es um 11:15 Uhr gegen den Traditionsverein TTC Raiffeisen Kuchl weiter gehen. Hier ist ein völlig offenes Spiel zu erwarten. Auf den Sieger dieser Partie wartet der Champions-League-Vertreter SG Weinviertel-Niederösterreich, der mit allen Stars antreten wird. Da bei diesem Bundesliga-Opening ALLE österreichischen Bundesligavereine (Herren und Damen) am Start sind, gibt es sicher eine Reihe von interessanten Partien zu sehen. Und Stockerau ist wirklich nicht weit – da sollte sich doch der eine oder andere Fan hin verirren können, um auch unsere Mannschaft anzufeuern.