Das war nichts für schwache Nerven! Eine unglaublich spannende und nervenaufreibende Saison ist dieser Tage zu Ende gegangen (nur in der Bundesliga fehlt noch das Abschlussturnier). Und wir sind dabei mit einem dunkelblauen Auge davongekommen und haben letztendlich noch (fast) alle Saisonziele erreichen können. In der Wiener Liga der Herren sah es ja lange Zeit sehr schlecht für unsere beiden Mannschaften aus. Mit einem starken Finish und einem insgesamt guten Frühjahrsdurchgang konnten wir mit beiden Mannschaften den Klassenerhalt schaffen und landeten auf den Plätzen 6 und 8. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze, vor allem auf den Relegationsplatz, war aber denkbar knapp. Das Horrorszenario, vor dem wir uns eine Zeit lang fürchteten, erwischte schließlich die Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf, die mit beiden Mannschaften aus der Wiener Liga absteigen muss, obwohl beide Teams nach dem Herbstdurchgang auf den Plätzen 5 und 7 lagen! Eigentlich unglaublich! Und der Tabellensechste nach dem Herbstdurchgang, Naturfreunde Stadlau, musste ins Qualifikationsturnier mit den beiden Tabellenzweiten der 1. Klassen. Die Stadlauer setzten sich dabei gegen Olympic und Kaisermühlen durch und schafften den Klassenerhalt. Vor allem Günter Strauß spielte eine starke Frühjahrssaison, aber auch Roland Wukovits zeigte sich stark verbessert und sorgte in der letzten Runde mit einem 3/0 gegen Döbling für einen Punkt und damit die Rettung. In der 2. Mannschaft war vor allem der Einsatz von Michael Kraft in den wichtigsten Partien entscheidend für den Klassenerhalt.
In der 1. Klasse waren wir mit drei Mannschaften im Einsatz, die 5. Mannschaft konnten wir leider nicht halten, die 4. Mannschaft war von Beginn im obersten Tabellendrittel und die 6. Mannschaft retteten wir ebenfalls mit einem starken Saisonfinish. Dafür schaffte die 10. Mannschaft in der 2. Klasse mit Rang 2 den Aufstieg in die 1. Klasse. Das Team mit Andreas Blöschl, Otto Graf und Adrian Lüssing (im Herbst auch noch Lukas Gruber) sowie Edeljoker Peter Raidl blieb im Frühjahr ungeschlagen und ersetzt damit die 5. Mannschaft in der 1. Klasse – wir haben damit auch in der kommenden Saison wieder drei Mannschaften in der 1. Klasse. Die 8. Mannschaft mit einem immer stärker werdenden Roman Mört, Bernhard Hoffmann, Stefan Enz und Rudolf Jost schaffte letztendlich noch sicher den Klassenerhalt, während die 7. und 9. Mannschaft absteigen muss. Da aber die 11. Mannschaft in der 3. Klasse mit Rang 2 den Aufstieg schaffte, verlieren wir nur eine der vier Mannschaften in der 2. Klasse. Die beiden 4.-Klasse-Mannschaften schaffte letztendlich auch noch sicher den Klassenerhalt.
In der Gruppe I holten wir mit beiden Mannschaften den 2. Platz – das durfte vor Saisonbeginn auch nicht unbedingt erwartet werden. Eher noch von unserer routinierten 14. Mannschaft (Eduard Gammauf, Peter Simunek, Wolfgang Kaufmann, Christoph Sutrich, Claudia Huyer), kaum aber von unserer Nachwuchs-Mannschaft SKFL/15 (Laurin Groier, Andreas Holzinger, Daniel Basnar, Stefan Lucanin), die uns äußerst positiv überraschte und viel Freude machte. Die 16. Mannschaft erreichte in der Gruppe IIa den 9. Platz, ob dies auch zum Klassenerhalt reicht, werden wir erst sehen. Die 17. Mannschaft erreichte in der Gruppe IIIb leider nur Rang 11, die 18. Mannschaft beendete die Saison im Mittelfeld (8. Platz) der Gruppe IV. Die Mannschaften 19 – 22 landeten in ihren Gruppen nach teilweise recht schwierigen Ersatzstellungen im Mittelfeld.
Freuen dürfen wir – last but not least – über den Meistertitel unserer 2. Damen-Mannschaft in der Gruppe-I. Brigitte Coser, Herta Vodnyanszky, Marion Huyer, Claudia Huyer und Susanne Airnhof waren in der Gruppe-I heuer nicht zu halten.
Alle Tabellen und Ranglisten sind auf http://xttv.oettv.info/ed/index.php?oid=196&sjid=16 zu finden.
Das Bundessportzentrum in Rif bei Salzburg war Austragungsort der heurigen Österreichischen U15-Meisterschaften. Wir waren dabei mit vier Spielern am Start, die gleichzeitig auch die Wiener Burschen-Mannschaft bildeten. Im Mannschaftsbewerb überraschte vor allem Stefan Lucanin (im Bild links) positiv. Er spielte unglaublich stark und überzeugte zudem mit großartigem Kampfgeist. Leider ließen in den beiden ersten Spielen Manfred Schuhmacher und Andreas Holzinger ein wenig aus, sodass uns letztendlich nur ein Spiel um Platz 7 blieb, das wir gegen Vorarlberg dann aber für uns entscheiden konnten. – In den Einzel-Vorrundengruppen zeigten sich dann alle unsere Spieler von ihrer besten Seite. Manfred Schuhmacher und Andreas Holzinger schafften jeweils als Gruppenzweite den Aufstieg in die Hauptrunde, Stefan Lucanin hatte großes Auslosungspech, zeigte aber dennoch wieder eine sehr starke Leistung und scheiterte nur hauchdünn. In der Vorrunde scheiterte auch Anton Vernydub trotz phasenweise sehr guten Angriffspiels. Insgesamt bekamen unsere Betreuer Ivana Masarikova und Peter Raidl aber recht gute Spiele unserer Nachwuchshoffnungen zu sehen.
147 Senioren-Spieler und Spielerinnen trafen sich von 28. – 30. April 2017 in Kufstein, um die Österreichischen Meister in den diversen Senioren-Klassen zu ermitteln. Unser Geschwisterpaar Günter und Pia Strauß erzielte dabei eine sensationelle Ausbeute und trat mit insgesamt neun Medaillen die Heimreise nach Wien an. Günter Strauß fügte zu seiner langen Erfolgsliste zwei weitere österreichische Meistertiel dazu: Er gewann mit Bettina Feuerabend das 40er-Mixed-Doppel und mit Roland Böhm das 50er-Doppel. Im 50er-Einzel musste er sich erst im Finale dem Gumpoldskirchner Bundesligaspieler Franz Kraus-Güntner knapp in fünf Sätzen geschlagen geben (Bild oben die Siegerehrung des 50er-Einzels). Zwei 3. Plätze gab es für Günter Strauß noch im 40er-Einzel und im 40er-Doppel – eine großartige Ausbeute nach einem wahren Mammutprogramm. Zum tollen Familienerfolg steuerte Pia Strauß noch vier Bronzemdeaillen bei – Pia wurde im 60er-Einzel, im 50er- und im 60er-Doppel (jeweils mit Christa Wellinger) und im 60er-Mixed-Doppel (mit Wilhelm Enichlmayr) jeweils Dritte. Mit diesen Erfolgen dürfen Günter und Pia Strauß wirklich sehr zufrieden sein – und wir rufen ganz laut BRAVO!
Der vierte und letzte Durchgang der ÖTTV-Nachwuchs-Superliga wurde am 22./23.4.2017 in Linz ausgetragen. In der Tipsarena (im Bild links der beeindruckende Blick in die Halle) wurde zwei Tage lang auf 56 Tischen in den verschiedenen Gruppen gespielt und gekämpft und wir durften diesmal mit unseren Nachwuchshoffnungen wieder sehr zufrieden sein. Es waren aber nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Betreuer zwei sehr anstrengende Tage, daher freut es uns umso mehr, dass am Ende doch sehr erfreuliche Ergebnisse zu Buche stehen. In der Gruppe 3 setzte Andy Garcia-Barbon seinen Erfolgslauf fort und erzielte mit dem 3. Platz ein sehr gutes Ergebnis, das auch den Aufstieg bedeutet. Sein Spiel ist allerdings nach wie vor zwischen Genie und Wahnsinn – die positiven Phasen waren aber Gott sei Dank in der Mehrzahl. Florian Kellner erreichte mit einer soliden Leistung und einer hervorragenden Einstellung den 6. Platz. Nach dem Erreichen des Oberen Play-Off bemühte er sich noch am Samstag-Abend mit Erfolg um einen späteren Flug nach London, damit er am Sonntag noch spielen kann (und reiste damit seiner Schulklasse alleine nach).
In der Gruppe 4 spielte vor allem Otto Graf (im Bild links auf dem Treppchen) ein sehr starkes Turnier. Spielerisch und mental. Er erreichte das Obere Play-Off sehr souverän und musste dann in der K.o.-Phase gleich einmal einen 0:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg umwandeln. Und auch das Endspiel gegen Abdallah Oukal hatte es in sich, Otto verlor im 5. Satz etwas unglücklich 9:11, durfte letztendlich aber mit Rang 2 und dem damit verbundenen Aufstieg mehr als zufrieden sein. Lukas Gruber erreichte ebenfalls das Obere Play-Off, war am Sonntag aber schon auf dem Weg nach Spanien und landete daher auf Rang 8. Ein Auf und Ab gab es bei Manfred Schuhmacher in der Gruppe 5, letztendlich wurde Manfred 11. (von 13 Teilnehmern) und bleibt damit in der Gruppe.
In der Gruppe 6 spielte Andreas Holzinger am Samstag ein sensationell starkes Turnier und gewann alle seine Vorrundenspiele in souveräner Manier. Am Sonntag lief es dann nicht ganz so gut, und da ließ Andi auch ein wenig seinen Kampfgeist vermissen. Mit dem 7. Platz durfte er sich letztendlich aber dennoch über den Aufstieg in die Gruppe 5 freuen – und das zählte schließlich. Wobei man insgesamt den derzeitigen Stand der Auf- und Absteiger mit Vorsicht betrachten muss, da könnten sich durch Reglementänderungen (eventuell dürfen im nächsten Jahr auch in der Gruppe 3 U21-Spieler antreten) und auch den einen oder anderen Teilnahmeverzicht noch Änderungen ergeben.
In der Gruppe 7 erwischte Erik Seper bei seinem Debüt leider nicht seinen allerbesten Tag, er musste sich mit dem 14. und letzten Platz in dieser Gruppe begnügen.
Bei den U15-Einsteigern spielte Anton Vernydub ein ausgezeichnetes Turnier und schaffte mit dem Gruppensieg (bei 22 Teilnehmern) den sofortigen Wiederaufstieg. (Im Bild links die Siegerehrung der U15-Einsteiger). Bei den U18-Einsteigern spielten Daniel Basnar und Stefan Lucanin am Samstag ausgezeichnet und blieben beide ungeschlagen. Am Sonntag lief es dann nicht so gut. Bis zuletzt hatten sie Aufstiegschancen, dann blieben aber nur die Plätze 5 (Basnar) und 8 (Licanon) – unter 30 Teilnehmern. Den Aufstieg verpassten damit beide knapp.
Auf der Facebook-Seite des TTC Flötzersteig und auf https://flic.kr/s/aHskTuLLmu sind noch zahlreiche weitere Fotos der 4. ÖTTV-Nachwuchs-Superliga zu finden.
Wir freuen uns schon auf die 1. ÖTTV-Nachwuchs-Superliga 2017/18 im Herbst!
Unser 133. Europacupspiel endete in Oberwart zwar mit der zu erwartenden Niederlage, nicht erwartet durfte aber werden, dass unsere Mannschaft mit dem 1.-Bundesliga-Spitzenverein UTTC Oberwart durchaus mithalten konnte und die Burgenländer voll aus der Reserve locken konnten. Ja, bei etwas mehr Spielglück und mit einem wirklich fitten Norbert Rapolt wäre auch eine Sensation möglich gewesen. Vor etwa 20 Zuschauern begann die Intercup-Begegnung mit der österreichischen Hymne, der Vorstellung der Mannschaften und dem Austausch der Gastgeschenke. Wir bekamen je eine Flasche Wein, während wir unserer Tradition treu blieben und auch diesmal wieder Mozartkugeln verteilten. Wir hofften, nicht allzu sehr deklassiert zu werden. Und waren anschließend fast ein wenig überrascht, dass der Unterschied zwischen einem Spitzenverein der 1. Bundesliga (UTTC Oberwart liegt derzeit auf dem 5. Rang) und einem Tabellennachzügler der 2. Bundesliga (wir liegen in der 2. Bundesliga-B auf dem 8. Platz, insgesamt in der 2. Bundesliga damit auf Rang 15/16).
Eine Klasse für sich war allerdings der Legionär der Oberwarter, der Ungar Victor Vajda, der unserem Wolfgang Päuerl im Auftaktspiel nicht den Funken einer Chance ließ. Der Ungar machte einfach keinen Fehler und trotz einer guten Leistung war Wolfgang Päuerl chancenlos. Danach folgte die erste Überraschung. Anton Kutis ließ Dominik Habesohn, der im Laufe des Spieles immer ungeduldiger und fehleranfälliger wurde, nur wenig Chancen und stellte mit einem 3:1-Sieg nach einer soliden Leistung den Gleichstand her. Dann gingen Norbert Rapolt und Mathias Habesohn ans Brett und auch hier sah der Außenseiter anfangs besser aus. Als Norbert Rapolt dann noch den 1. Satz mit einem sensationellen Aufschlag 11:9 gewinnen konnte, liebäugelten wir bereits ein wenig mit der nächsten Sensation. Und die wäre auch möglich gewesen, hätte Norbert nicht Rücken- und Schulterprobleme bekommen. So ging das Spiel leider 1:3 verloren. Auch im Doppel hielten unsere Routiniers sehr gut mit, letztendlich stand es nach diesem Spiel aber 3:1 für Oberwart. Wolfgang Päuerl verlangte dann mit einer ausgezeichneten Leistung Dominik Habesohn noch einmal alles ab. Die beiden ersten Sätze gingen auch an unseren Defensivspezialisten, dann spielte Dominik Habesohn aber vorsichtiger, sicherer und auch glücklicher. Im 4. Satz bei 6:4-Führung von Wolfgang glich Dominik mit zwei Netzbällen aus (6:6 statt 8:4) und im 5. Satz kam er beim Stande von 8:6 ebenfalls durch einen Kantenball wieder heran. Schade, Wolfgang hätte sich diese Partie wirklich verdient. Wirklich schön war aber, dass wir den Erstligaklub zwei Stunden lang fordern konnten. Mit diesem 1:4 schieden wir aus dem TT-Intercup 2016/17 aus, UTTC Oberwart steht zum achten Mal in den letzten 12 Jahren im Final-Four, das heuer in Karlsruhe stattfinden wird. Wir wünschen unseren Freunden aus dem Burgenland dafür alles Gute – sie werden neben drei deutschen Klubs der einzige österreichische Vertreter bei diesem Finalturnier sein,