Das erste österreichweite Turnier seit fast sechs Monaten, die ersten Wettkämpfe seit vier Monaten – das führte bei Paul Dobretsberger und Stephan Wyss insgesamt doch zu einer gewissen Unsicherheit. Sie konnten ihr zweifellos vorhandenes Potential an diesem Wochenende leider zu selten abrufen und belegten in diesem teilweise natürlich hochklassigen Teilnehmerfeld mit je zwei Siegen die Plätze 9 und 10. Sehen wir es aber insgesamt positiv – wir hatten zwei Spieler bei diesem Top-10-Turnier dabei, bei dem die Abwicklung mit allen COVID-19-Maßnahmen gut funktionierte, für einen Ausrichter aber einen immensen Aufwand bedeutet. Der Dank gebührt daher dem umsichtigen Ausrichter HiWay Grill Kapfenberg, der diesen Neustart mit viel Einsatz ermöglichte. Ein allgemeiner Neustart der Hallensportarten erscheint hingegen in weiter Zukunft…

Eine bittere 2:4-Niederlage setzte es gegen den Tabellennachbarn TTC Feldkirchen. David hatte im Eröffnungsspiel gegen den slowenischen Legionär der Steirer bei 2:1-Satzführung im vierten Satz insgesamt vier Matchbälle. Im fünften Satz führte David gegen Zafostnik auch noch mit 6:2. Dennoch verlor David, nach gutem Spiel knapp. – Auch im zweiten Spiel zwischen Wolfgang und Scherer ließ sich lange kein Sieger ausmachen. So ging auch dieses Spiel in den fünften Satz, der ebenfalls an die Steirer ging.
Norbert startete schwach in sein Einzel gegen Siwetz. Der erste Satz ging deutlich verloren. Spielentscheidend war der Gewinn des zweiten Satzes nach Rückstand. Danach konnte Norbert dem Spiel wieder seinen Stempel aufdrücken, während Siwetz immer verhaltener agierte. – Im darauffolgenden Doppel waren stellte sich der dritte Satz als spielentscheidend heraus. Norbert und David konnten einen großen Rückstand in diesem Satz aufholen, verloren diesen dann im Nachspiel. Ein schwacher Start in Satz vier besiegelte die Niederlage im Doppel.
Einen holprigen Start verzeichnete auch David gegen Scherer. Mit Fortdauer der Partie konnte David den Sidespin von Scherers Bällen immer besser neutralisieren und auf 2:3 verkürzen. – Auch das abschließende Einzel von Wolfgang gegen Zafostnik verlief spannend. Zafostnik entpuppte sich als der Spieler, dem weniger Fehler unterliefen – er konnte den 4:2-Sieg von Feldkirchen in vier Sätzen sicherstellen. Nach dem Rückzug der SPG Übelbach/Don Bosco war die 1. Mannschaft am Sonntag spielfrei.
Genau 30 Jahre ist er jetzt her, dass unsere 1. Mannschaft im ETTU-Cup für eine unglaubliche Sensation sorgte. Anlass für uns, in den Archiven und Geschichtsbüchern zu blättern. Wolfgang Päuerl, Peter Raidl und Toni Hold sorgten damals in Europa für Furore. Schon der 5:3-Auftaktsieg in Istanbul gegen Efes-Pilsen Spor Külübü war absolut nicht zu erwarten, waren in der Mannschaft neben dem Chinesen Xi Di mit Yaldiz und Eren zwei Spieler der Top-100 der damaligen Europa-Rangliste. Dann ging’s mit einem 5:4-Heimsieg gegen Metalac Olt Osijek weiter, ehe im Achtelfinale gegen den italienischen Spitzenklub Circolo Ferentino endgültig das Aus erwartet wurde. Rund 250 Zuschauer und der ORF wurden im Festsaal in der Längenfeldgasse dann Zeugen einer riesigen Überraschung. Nach dem Einspielen fragten die Italiener noch, ob wir denn keine besseren Spieler zur Verfügung hätten, dann konnten sie sich aber mit dem unangenehmen Spielstil unserer drei Abwehrstrategen überhaupt nicht zurecht finden. Lediglich der Chinese Sun Ling im Dress der Italiener gewann seine zwei Spiele. Lorenzo Nannoni, damals etwa Nummer 30 der Weltrangliste, gewann keinen einzigen Satz und verzweifelte an den Schnittvariationen. (Heute ist Lorenzo Nannoni im Trainerstab des italienischen Tischtennis-Verbandes.) Da auch Di Napoli ohne Satzgewinn blieb, durften wir einen sensationellen 5:2-Sieg bejubeln und standen als erster österreichischer Verein im Viertelfinale dieses hochkarätigen europäischen Cup-Bewerbes. Ein echter Meilenstein!
Aus der Kronen-Zeitung vom 25.02.2021 (Artikel von P. Wiesmeyer)
„Uns hat’s kräftig gebeutelt.“ Peter Raidl, Obmann der SG Sportklub-Flötzersteig, sorgt sich. Nicht (nur), weil seine Tischtennis-Herren siegloser Letzter im Unteren Bundesliga-Play-Off sind. „Wir wussten, dass es nach dem Aufstieg schwer wird.“ Sondern, weil Corona bei seinem Klub hart zuschlug. „Dabei waren wir punkto Sicherheitskonzept Vorreiter, traten für inzwischen vom Verband übernommene strengere Regeln bei Tests etc. ein.“ Dennoch wurde das ganze Bundesliga-Team infiziert, ist zwei von vier Stammkräften nach wie vor kein Spitzensport möglich…
… weshalb „oben“ nach anfänglichen Verschiebungen eine Nottruppe ran muss(te), obwohl man auch in der 2. Liga rauft. Macht Siege nicht einfacher. Besonders schmerzt Raidl aber, dass die meisten der elf Tische in der Längenfeldgasse und am Flötzersteig brach liegen, weil 150 von 160 Klub-Mitgliedern als Nicht-Spitzensportler still stehen. „Bei der älteren Risikogruppe muss man aufpassen, aber für in Schulen ohnehin getestete Kinder muss man sich endlich etwas einfallen lassen!“
Diesmal stand wieder einmal eine Doppelrunde in der 1. Bundesliga auf dem Programm. Da Anton Kutis aufgrund der Corona-Situation in der Slowakei und der Schwierigkeiten beim Grenzübertritt weiterhin nicht zur Verfügung steht, fuhren am vergangenen Samstag David Klaus, Wolfgang Päuerl und Norbert Rapolt nach Ebensee. Leider war dort nicht viel zu holen. Wolfgang verlangte dem Junior Jonas Promberger zwar alles ab, verließ aber den Tisch ebenso als Verlierer wie David Klaus gegen Christian Wolf und Norbert Rapolt gegen den Tschechen Ivan Karabec – also ging es mit einem 0:4 wieder nach Hause. Schon während der Heimfahrt bekam Norbert Fieber und Schüttelfrost, am Sonntag war an ein Antreten dann nicht zu denken. Also fuhren David und Wolfgang zu zweit nach Übelbach, dort holte Wolfgang den Ehrenpunkt gegen den Kroaten Dominik Zeljko. Am kommenden Wochenende geht es am Flötzersteig weiter, aber nur mit einem Spiel. Die SPG Don Bosco – Übelbach zog wegen der Probleme mit und um Corona seine Mannschaft zurück…